Alte Geschichten und Neuigkeiten

 

   Schwerhörig

   Ein junger Mann aus Bockseifen rief zu Hause an und hatte seine Großmutter am Apparat.

   Folgendes Gespräch entspann sich:

   „Oma, hier ist der Christoph! Gib mir mal den Papa oder die Tatjana.“

   „Enä,“ sagte Oma „det Tatjana es ned do un oos Berhold och ned un der Christoph och ned!“ Sprachs und legte auf.

 

  

 

 

 

Prügelei im Sandkasten

Rentner außer Rand und Band

 

Mit einer sechsfach genähten Kopfwunde endete in der vergangenen Woche eine Unstimmigkeit zwischen zwei Rentnern im Alter von 71 u. 74 Jahren.

Zum Glück leistete der eilig aus Bayern herbei gerufene Sanitäter erste Hilfe und legte einen mustergültigen Pressverband an.

Trotzdem musste die Verletzung im Krankenhaus weiter behandelt werden.

 

Im Verlauf der dem Streit folgenden Sitzung des Bockseifer Schlichtungskomitees wurde nach stundenlangen Verhören durch die raffinierte und routinierte Fragestellung von Brigitte H.  bekannt, dass der Rauferei eine Auseinandersetzung um den Besitz von Sandkuchen- Förmchen voraus gegangen war.

Als die Streithähne am Ende feststellten, dass auch der Sand aus dem Kasten verschwunden war, gab es kein Halten mehr.

Einer bezichtigte den anderen des gemeinen Raubes.

 

Ein zwischen Wand und Sandkasten angelehnter Dreibein- Grill,  der im Eifer des Gefechts durch einen Tritt in den leeren Sandkasten ins Trudeln geriet, verursachte schließlich die schlimme Verletzung.

Es stellte sich heraus, dass der Sand von der fürsorglichen Lissa B. entfernt wurde, weil  der Sandkasten nicht länger als Katzenklo dienen sollte.

 

Die beteiligten Rentner mussten sich nach Ermahnungen unter Aufsicht des Gremiums wieder vertragen.

 

PS.: wer´s glaubt?

 

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In Bockseifen werden seit jeher hauseigene Liköre und Weine hergestellt.

Die Rezepte dazu sind vielfältig und ideenreich und werden sorgfältig unter Verschluss gehalten.

Im Herbst, nach der Ernte, beginnt hinter verschlossenen Scheunentoren die Herstellung dieser speziellen Köstlichkeiten.

 

Um festzustellen, ob das Ergebnis gelungen ist, und den verwöhnten Gaumen und hohen Ansprüchen der Bockseifer Feinschmecker genügen könnte,  müssen die Produkte natürlich von Kennern der Materie (den Bockseifer Vorkostern) probiert werden.

 

Zu diesem exklusiven Zirkel gehörte auch Tante Math. H. aus der Bockseifer Straße.

Getestet wurde damals der Apfelwein von Helga M.

Der war so gut gelungen, dass Tante Math. buchstäblich vom Hocker fiel.

 

Anmerkung der Red.:   Tante Math. trank nur zu Verköstigungszwecken Alkohol!

 

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Eine Bockseifer Mitbürgerin hatte mal so richtig Appetit auf Fritten.

 

Und wo gab‘s die besten, die frischesten, die knusprigsten Kartoffelstäbchen? 

Natürlich auf dem Löffel !

Also: Nix wie ins Auto und ab in Richtung Hünsborn!

 

Mit der Schale voller frisch frittierter, appetitlich duftender goldener Stäbchen nebst Majo

ging‘s zurück zum Auto.

Das Paketchen wurde vorsichtig auf dem Beifahrersitz verstaut und dann: Fuß aufs Gas und

ab in Richtung Bockseifen; schließlich sollte die Mahlzeit schön heiß genossen werden!

Ein orangefarbener Blitz und ein Polizeiauto eine Kurve weiter beendeten jäh die Vorfreude auf den kulinarischen Hochgenuss…

 

...35 Euro für eine Schale Fritten– was zu viel ist,  ist zu viel !!

 

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Wieder einmal förderten die Bierchen im Bus auf einer Bockseifer Reise so einiges zu Tage.

 

So erfuhren interessierte Zuhörer, dass ein Bockseifer wegen eines lang zurück liegenden Viel-Eier-

Mundraubes dazu verurteilt wurde, nach jedem Einstieg in den Bus der Bockseifer- Reise vor den Augen strenger Bockseifer Bewährungsbeauftragter und in aller Öffentlichkeit jeweils ein gekochtes Ei zu schälen und am Stück zu vertilgen.

Um die Strafe (wegen bisher guter Führung) zu mildern, wurde als Hilfsmittel reichlich Rutschflüssigkeit zur Verfügung gestellt.

 

Hier wird ein Straf– Ei gereicht…

                                                                                                                                    

 

                                                                           ...der Delinquent bereitet die

                                                                               Rutschflüssigkeit vor…

 

 

 

 

 

 

                                                 

 

 

 

                                                       ...und schon ist es geschafft!

Eine Bockseifer Frau hatte für ihren Mann eine Geburtstags- Überraschung vorbereitet.

Er war darüber nichts weniger als erfreut und sprach deshalb tagelang kaum mit ihr.

Als der Mann gefragt wurde, warum er denn so grießgrämig wäre– es sei doch ein so netter Gedanke gewesen, entgegnete er:

‚Ech sinn garned knödderich, ech well nur ned bed dämm schwaedze!‘